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EditorialAusbildung vorbei – und jetzt?

Leseprobe16.12.20253 Min. LesedauerVon Dr. Cynthia-Sophie Pfalzgraf, Würzburg

Wir sind durchs Jurastudium und das Referendariat gegangen. Viele wussten, was sie wollen: Es stand seit dem ersten Semester fest. Bei mir war das nicht so. Ich hatte zwar einen Grund und eine Vision, warum ich Jura studieren wollte. Letztere ist im Laufe der Zeit aber verblasst, als ich mich näher mit den Möglichkeiten beschäftigt habe, die der Abschluss bietet.

Editorial_Pfalzgraf-001.png (Bild: Daniel Schwarz)
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Bild: Daniel Schwarz

Ich habe in meiner juristischen Laufbahn festgestellt, dass die Note alles zu sein schien. Mir kam das Praktische in der Ausbildung allerdings zu kurz. Ich wusste nach dem Referendariat zwar, was eine Anwältin macht. Aber wie genau läuft das? Welche Entscheidungen muss ich treffen? Und wie treffe ich in einem unbekannten Bereich eine sinnvolle Entscheidung? Los ging es bei mir schon mit dem Rechtsgebiet: In welchen würde ich tätig sein wollen? Da hören die Fragen aber nicht auf...

Über allem schwebt dann noch dieses Damoklesschwert namens Prädikatsexamen. Seit dem Start ins Studium war es DAS zu erreichende Ziel. Das war so, auch wenn theoretisch klar war: Keine 30% werden das Ziel erreichen. Mir wurde mit der Zeit immer klarer, dass ich persönlich viel mehr kann als „nur Jura“, dass Jura so viele Facetten hat, die unglaublich viel Spaß machen. Für mich stellte es sich im Studium so dar: die „wirklich guten Jurist*innen“ (also ab 9 Punkten aufwärts) sitzen nur beim Lernen, haben wenig soziale Kontakte. Die anderen sind „keine guten Jurist*innen“, dafür aber sozial kompetent. Gott sei Dank bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel! Da setzte sich in meinem Kopf der Gedanke fest: Ich hätte zwar auch gerne diese magischen 9 Punkte, damit mir alle Wege offenstehen (wobei viele Wege auch mit einer Punktzahl darunter möglich sind). Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn ich darunter bleibe. Dann fallen automatisch die Jobs raus, die ohnehin nichts für mich sind.

Als so falsch stellte sich das im Nachhinein nicht heraus. Es gab einige Momente, in denen ich von Status und Erwartungen geblendet war und den richtigen Weg für mich nicht mehr deutlich gesehen habe. Und gerade in der Anwaltschaft bedarf es so viel mehr als nur einer „guten“ Note.

Dann hast du die perfekte Note, willst dir den Traumberuf der Rechtsanwältin erfüllen. Da merkst du plötzlich: Ich habe keine Ahnung, was ich da alles machen muss. Es kommt so viel auf mich zu, um dass ich mich kümmern muss. Ich darf nichts Wichtiges vergessen. Uff... Aber dafür hast du uns: AS Advostart vom IWW Institut. Wir haben dir alles Wichtige zusammengestellt, was du für die ersten Schritte und auch in den ersten Jahren brauchen kannst. Ohne viel recherchieren und blabla – im klassischen IWW-Stil: leicht, kurz und auf den Punkt gebracht.

Und solltest du das Gefühl haben, du bist allein mit deinen 100 Fragen, die dir im Kopf herumschwirren: Lass dir sagen: Nein, es geht allen so. Nutze also gern unsere LinkedIn-Seite, um dich mit anderen auszutauschen, dich zu vernetzen und Fragen zu stellen. Auch ich bin für dich da. Schreib mir eine E-Mail (as@iww.de) mit deinen Anregungen, Fragen oder Beitragswünschen. Diese Seite ist für dich. So wusste es Sokrates: Wer fragt der führt. Ebenso wusste die Sesamstraße: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Also frage, teile und genieße den Berufseinstieg. Du hast es geschafft! Jetzt kommt der Abschnitt, auf den wir die ganzen Jahre gewartet haben!

Herzliche Grüße

Deine

Cynthia Pfalzgraf

ID: 50642431

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