Institut für Mittelstandsforschung BonnUnternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030
Es gibt keine amtliche Statistik, die verlässlich Auskunft über das Nachfolgegeschehen gibt. Aus diesem Grund ermittelt das IfM Bonn seit Mitte der 1990er Jahre regelmäßig die Anzahl der zu erwartenden Unternehmensnachfolgen mittels eines speziell hierfür entwickelten Schätzverfahrens.
Demnach stehen gemäß der vorliegenden Schätzung im Zeitraum 2026 bis 2030 deutschlandweit etwa 186.000 Unternehmen zur Übergabe an. Damit stagniert die Zahl der Übergaben, trotz der zunehmenden Alterung der Unternehmensinhaberinnen und -inhaber. Ursächlich hierfür ist eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen, die eine Übernahme aus Sicht der Nachfolgeinteressierten weniger attraktiv macht.
Die höchste Anzahl an Übergaben entfällt abermals auf den Bereich der Unternehmensbezogenen Dienstleistungen sowie auf Unternehmen mit 500.000 bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz. Die meisten Übergaben – gemessen am Unternehmensbestand – werden für Niedersachsen vorausberechnet. Den metaanalytischen Schätzungen auf Basis von Studien der letzten 40 Jahre zufolge wurden gut die Hälfte der Familienunternehmen innerhalb der Familie, etwa 17 % an Beschäftigte und die restlichen 29 % an Externe übergeben. Dabei haben familieninterne Nachfolgen in den Studien der letzten 15 Jahren leicht an Bedeutung verloren.
- https://www.ifm-bonn.org/fileadmin/data/redaktion/publikationen/daten_und_fakten/dokumente/Daten-und-Fakten-37_2025.pdf
Autoren
- Rieger-Fels, M.; Schlömer-Laufen, N.; Suprinovič, O.; Rauch, A.; unter Mitarbeit von Wiesenhütter, E. (2025): Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030, IfM Bonn: Daten und Fakten Nr. 37, Bonn
ID: 50699572