Logo IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft
Anmelden
  1. Startseite
  2. PP Praxisführung professionell
  3. Fast jeder zweite Heilmittelerbringer sieht Verschiebung der TI-Anbindung positiv

UmfrageFast jeder zweite Heilmittelerbringer sieht Verschiebung der TI-Anbindung positiv

Leseprobe22.01.20262 Min. Lesedauer

Knapp die Hälfte (46,9 Prozent) aller Heilmittelerbringer in Deutschland sieht die Verschiebung der verpflichtenden Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) vom 01.01.2026 auf den 01.10.2027 (PP 12/2025, Seite 1, Abruf-Nr. 50624061) positiv. Das geht aus der Fokusbefragung der Stiftung Gesundheit (vgl. PP 09/2025, Seite 3) aus dem Quartal 4/2025 hervor. Befragt wurden 447 Angehörige der Berufsgruppen Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Hebammen/Geburtshelfer, Logopäden und Ergotherapeuten (Ergebnisse online unter iww.de/s15015).

Physio- und Ergotherapeuten offener für die TI als andere Heilberufler

30 Prozent der befragten Heilberufler sind neutral, etwa 23 Prozent sehen die Verschiebung negativ. Auffällig ist, dass weniger Physiotherapeuten (42,0 Prozent der Befragten) und Ergotherapeuten (45,2 Prozent) die Verschiebung befürworten als z. B. Hebammen (56,0 Prozent) und Logopäden (59,7 Prozent).

Diese Vor- und Nachteile erwarten die Befragten von der Verschiebung

Als größte Nachteile der Verschiebung werden eine wachsende Verunsicherung durch ständige Friständerungen (31,5 Prozent) und zusätzlicher organisatorischer Aufwand (27,5 Prozent) genannt. Als wichtigste Vorteile gelten die zusätzliche Vorbereitungszeit (34,0 Prozent) und die Chance, von den Erfahrungen anderer Praxisgruppen zu profitieren (27,8 Prozent).

Welche Auswirkungen erwarten Sie durch die Verschiebung für Ihre Praxis?

Positiv

Erleichterung durch mehr Vorbereitungszeit

34,0%

Möglichkeit, aus Erfahrungen anderer Leistungserbringer zu lernen

27,8%

Bessere Planbarkeit von Investitionen (z. B. Hardware, Praxissoftware, Schulungen)

26,2%

Negativ

Verunsicherung durch ständige Friständerungen

31,5%

Zusätzlicher organisatorischer Aufwand (z. B. doppelte Planung der Einführung)

27,5%

Ausbremsen der Digitalisierung und ihrer Vorteile

22,9%

Neutral

Keine wesentlichen Auswirkungen

25,2%

Zwei von fünf Heilmittelerbringern haben die TI-Anbindung schon angepackt

Etwa zwei von fünf Heilmittelerbringern (43,0 Prozent) haben bereits konkrete Schritte zur TI-Anbindung eingeleitet oder planen, mit der Anbindung trotz Fristverlängerung weiterzumachen. Fast ebenso viele (43,4 Prozent) möchten vorerst nichts unternehmen. Knapp 14 Prozent sind noch unentschlossen.

Merke — Der Verband Heilmittelsoftware empfiehlt Heilberuflern den frühzeitigen TI-Anschluss trotz Verschiebung dringend (vgl. Gastkommentar zur Befragung von Vorstand Simeon Ruck unter o. g. Shortlink).

AUSGABE: PP 2/2026, S. 3 · ID: 50687894

Teilen
Drucken
Zitieren

Beitrag teilen

Link
E-Mail
X
LinkedIn
Xing
Mehr zu diesen Themen
Heft-Reader
2026
Logo IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft
Praxiswissen auf den Punkt gebracht

Bildrechte