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NachlassverzeichnisVermögensgruppen im Nachlassverzeichnis bei geringwertigen Nachlassgegenständen sind zulässig

Abo-Inhalt24.09.20241761 Min. LesedauerVon mitgeteilt von RA Dr. Thomas Papenmeier, FA Erbrecht, Chemnitz

| Im Nachlassverzeichnis nach § 2314 Abs. 1 BGB dürfen für Gegenstände von niedrigem Wert Vermögensgruppen gebildet werden, ohne dass für jeden einzelnen Gegenstand nähere Angaben notwendig sind. So das OLG Dresden (20.8.24, 17 U 441/24, Abruf-Nr. 243834). |

Die Pflichtteilsberechtigten hatten im Rahmen einer Stufenklage unter anderem beantragt: „den Beklagten zu verurteilen, Auskunft zu erteilen über den Bestand des Nachlasses des Erblassers zum Stichtag … 2021 durch Vorlage eines geordneten Bestandsverzeichnisses; dabei sind die einzelnen Nachlassgegenstände so genau (nach Marke, Farbe, Form, Größe und sonstigen individuellen Beschaffenheitsmerkmalen) zu bezeichnen, dass sie zweifelsfrei von anderen Gegenständen unterschieden werden können“. Das LG sprach diesen Antrag zu. Der Erbe legte dagegen Berufung ein. Das OLG Dresden entschied, dass der tenorierte Auskunftsanspruch zu weit ging. Der Erbe dürfe Vermögensgruppen ohne nähere Angaben zu den in die jeweilige Gruppe fallenden Vermögensgegenständen bilden, wenn die zusammengefassten Gegenstände einen niedrigen Wert besitzen, denn die Auskunftserteilung müsse dem Erben mit Blick auf Arbeits- und Zeitaufwand zumutbar sein.

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AUSGABE: EE 10/2024, S. 163 · ID: 50139440

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